Mehr Wertschätzung gegenüber deinen Mitarbeitern zeigen

Wertschätzung: 7 Tipps für den Büroalltag

Eines der elementarsten Bedürfnisse deiner Mitarbeiter*innen ist das Verlangen nach Wertschätzung. Sollte dir mal ein Fauxpas passieren, oder einer deiner Mitarbeiter*innen möchte dir Ihren Unmut mit einem Seitenhieb ausdrücken, dann fällt nicht selten das Wort „Wertschätzung“. Wertschätzung bezeichnet die positive Bewertung eines anderen Menschen. Wer wertgeschätzt wird, der erhält Respekt, ist geachtet und stärkt sein Selbstbewusstsein.

In diesem Beitrag möchte ich dir sieben Maßnahmen an die Hand geben, wie du als Führungskraft deiner Mannschaft zeigst, dass dir Wertschätzung wichtig ist.

„Es ist schwer, den, der uns bewundert, für einen Dummkopf zu halten.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Morgendlicher Rundgang im Büro
Begrüße morgens die Anwesenden und halte etwas Small-Talk.

1 Der morgendliche Rundgang

Es soll ja Führungskräfte geben, von denen man nur merkt, dass sie noch leben, weil regelmäßig Mails von ihnen kommen. Das kannst du besser. Mir ist es beispielsweise wichtig, wenn ich morgens ins Büro komme jedem an seinem Schreibtisch zu besuchen, die Hand zu geben und hier und da etwas Small-Talk zu betreiben. Während beispielsweise einer Grippezeit, kann man zugunsten der Gesundheit auch auf das Händeschütteln verzichten, ein morgendlicher Rundgang und ein paar nette Worte verlieren dadurch jedoch nicht an Wirkung.

2 Eine Mail zur Lage der Nation

Vielleicht sitzen nicht alle Menschen aus deinem Team, deiner Abteilung oder Firma vor Ort. Gerade bei einer großen Führungsspanne, lässt sich Punkt 1 vielleicht nicht wirklich bei der umsetzen. Dann kannst du aber regelmäßig zur Mail übergehen. Greife aktuelle Themen und Ereignisse auf, schildere wie du auf das Tagesgeschäft schaust, verdeutliche was dir wichtig ist und nutze die Möglichkeit Danke zu sagen. Tipp: Wenn deine Firma über ein Intranet oder sogar eine App zur Kommunikation verfügt, dann versuche es doch mal mit einer Videobotschaft, einem internen Blog oder Podcast. Das ist im ersten Moment vielleicht ungewohnt, aber glaub mir – deine Mitarbeiter*innen werden darüber sprechen und freunde dich damit an, dass einige dich vielleicht sogar cool finden werden.

3 Der Geburtstagsgruß

Stell dir vor, jeder Mitarbeiter*in hat einmal im Jahr Geburtstag. Nutze dies, um mit einer handgeschriebenen Karte für große Augen zu sorgen. Viele haben diese Erfahrung vielleicht noch nicht gemacht und werden dir ihre Begeisterung unmittelbar mitteilen. Bereite dir am besten einen Geburtstagskalender vor, pflege diesen und schreib dann immer für den Folgemonat die Karten vor. Am besten jede Karte dann 1-2 Tage vor dem Geburtstag bei der Post aufgeben.

Kümmere dich um deine kranken Mitarbeiter*innen. Meine es ehrlich und wohlwollend. Greif im Notfall auch zu einem Besuch im Krankenhaus.

4 Genesungswünsche

Wo ich gerade beim Schreiben von Karten bin. Wohl oder übel wird es passieren, dass Mitarbeiter*innen krank werden. Ich persönlich schreibe bei Abwesenheiten durch Krankheit die länger als eine Woche dauern eine Genesungskarte. Zeige den Menschen, dass sie dir wichtig sind und dass sie dem Team fehlen ohne Druck aufzubauen. Die Zeilen müssen von Herzen kommen. Wenn dir der Grund der Krankheit bekannt ist und es sich beispielsweise um einen Unfall handelt, dann verschicke ein paar Blumen oder statte einen Krankenhausbesuch ab. Das zeigt ehrliches Interesse und wird trotz Krankheit für ein Lächeln bei der oder dem Betroffenen sorgen.

5 Urlaubswünsche und Rückkehrgespräche

Schaue regelmäßig in den Abwesenheitskalender deiner Mannschaft. Setze dir am besten einen Serientermin in deinem Kalender. Wenn Mitarbeiter*innen in den Urlaub gehen, dann geh auf sie zu oder schreib eine Mail und zeig Interesse. Frag zum Beispiel was so ansteht oder ob verreist wird. Daraus ergibt sich dann meist etwas Small-Talk. Wünsche abschließend einen erholsamen Urlaub und vermittele, dass du dich auch freust, wenn man wieder zurück an Bord ist. Führe nach der Rückkehr aus dem Urlaub ein kurzes Rückkehrgespräch. Greif vielleicht noch mal kurz die Infos, welche du hattest auf und erkundige dich wie es z.B. an der Ostsee war. Gib dem Rückkehrer / der Rückkehrerin dann die wichtigsten Infos an die Hand. Was ist während der Abwesenheit Wichtiges passiert, gibt es neue Prozesse oder Änderungen? Noch viel wichtiger wird dieses Rückkehrgespräch übrigens bei Menschen, die nach Erkrankung wieder zurück in den Betrieb kommen.

6 Verantwortung übertragen

Abgesehen davon, dass ich grundsätzlich dazu rate loszulassen und Aufgaben zu delegieren möchte ich dir empfehlen Verantwortung zu übertragen. Das zeigt deinen Mitarbeiter*innen, dass du ihre Stärken kennst und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten hast. Dadurch steigt nicht nur die Wertschätzung, sondern auch die Motivation. Außerdem werden andere Mitarbeiter*innen wahrnehmen, dass Leistung in gesehen und anerkannt wird.

Delegation
Durch das Übertragen von Verantwortung verdeutlichst du das Vertrauen in die Fähigkeiten deiner Mitarbeiter*innen.

7 Brötchen, Süßes oder was vom Grill

Belohne deine Mannschaft außer der Reihe und ohne große Ankündigung einfach mal für ihre Leistung mit ein paar belegten Brötchen. Dazu ein paar motivierende Worte und ein Dankeschön, schon schmeckt das Käsebrötchen doppelt so lecker. Wenn deine Mannschaft gerade im Sommer unter erhöhten Temperaturen arbeitet, dann besorg eine Runde Eis und verteile dieses. Wenn du die Möglichkeit hast, dann besorg etwas Grillgut und Getränke und lad deine Mitarbeiter*innen nach Feierabend zu einem kleinen BBQ ein.

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